Wie viel Eigenkapital wird bei einer Baufinanzierung benötigt?



Nach wie vor ist das Eigenkapital für die Baufinanzierung sehr wichtig. Allerdings sind oft, gerade im Internet, Angebote zu finden, die eine Finanzierung zu 100 oder auch 125 Prozent anbieten. Klingt im ersten Moment nicht schlecht für das geplante Bauvorhaben, doch sollte einmal genauer hingesehen werden. Denn diese Angebote sind mit zusätzlich hohen Kosten belegt, sodass der Kredit dann im Endeffekt deutlich teurer wird, als der, bei dem Eigenkapital zur Finanzierung dazugegeben wird. Und damit sind nicht nur die Zinsen für die Differenzsumme gemeint, die anfallen werden. Oft muss der Kreditnehmer einen Zinsaufschlag in Kauf nehmen, da die Banken nicht ausreichend Sicherheiten haben, damit das Kreditausfallrisiko gesichert ist.

Grob gesagt sollte das Eigenkapital für eine Baufinanzierung bei etwa 10 – 20 Prozent der Kaufsumme liegen. Dieses liegt daran, dass die Kreditinstitute ihre Grundschuld nur bis zu einer Höhe von 80 Prozent, und dieses auch nur auf Antrag, absichern können. Somit würde die Bank bei einer höheren Finanzierung, bei der weniger Eigenkapital bereitgestellt wird, einen Teil des Kredits, ohne Sicherheiten vergeben. Und da dieses nicht im Interesse der Kreditinstitute liegt, werden die Kunden, die Eigenkapital, in welcher Form auch immer, nachweisen können, bevorzugt behandelt werden. Die potentiellen Kreditnehmer, die nicht ausreichend Eigenkapital zur Verfügung haben, werden sich hinten anstellen müssen, wenn der Kredit von einem normalen Kreditinstitut überhaupt vergeben wird. Dieses besagt aber nicht, dass das Eigenkapital alleine dafür sorgt, dass die Baufinanzierung auch genehmigt wird. Wichtiger ist einem Kreditinstitut die Bonität des Kreditnehmers, damit der Kredit auch vergeben werden kann. Ein Kreditgesuch von einer Person, die zwar ausreichend Eigenkapital mitbringt, dafür aber nicht ausreichend bonitär ist, kann daher immer abgelehnt werden.




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