Was passiert wenn eine Baufinanzierung vorzeitig gekündigt wird?



Immer wieder kann es passieren, dass der Kreditnehmer eine Baufinanzierung vorzeitig kündigen möchte. Dieses kann bei einer Umschuldung, einer Ablöse durch eine andere Immobilienfinanzierung, geschehen, aber auch dann, wenn die Immobilie verkauft werden soll. Die Kreditinstitute aber erlauben die Kündigung nur unter bestimmten Voraussetzungen und dann muss der Kreditnehmer auch mit Kosten in der Form der Vorfälligkeitsentschädigung rechnen.

Wie der Name schon sagt, sind in der Vorfälligkeitsentschädigung die Kosten zusammengefasst, die die Bank erhebt, weil die vorzeitige Auflösung des Vertrags bei ihnen zu einem Einnahmeverlust kommen wird. Der Kreditnehmer muss die Kosten tragen, wenn er sich nicht an die Vorgaben zu der Kündigung des Kreditvertrags hält. Ein ordentliches Kündigungsrecht ist mit der Baufinanzierung so nicht möglich. Mit dem Ablauf der Zinsbindung endet der Vertrag rechtskräftig. Für weitere Kündigungen muss der Kreditnehmer damit rechnen, dass das Kreditinstitut Kosten und Gebühren von ihm verlangt. In Ausnahmefällen kann die außerordentliche Kündigung aber diese Kosten sparen lassen. Die genauen Ausarbeitungen sind dazu in dem Kreditvertrag zu finden, doch macht der Staat hier grobe Vorschriften, die für alle Kreditinstitute auch gelten.

Ist die Laufzeit der Baufinanzierung länger als 10 Jahre angelegt, dann besteht die Möglichkeit, dass der Kreditnehmer nach dem Ablauf von 10 Jahren den Vertrag kündigt, ohne dass die Banken die Vorfälligkeitsentschädigung erheben. Diese Kündigung aber muss mit einer Frist von sechs Monaten bei dem Kreditinstitut eingehen, damit sie auch als diese angesehen werden kann.
Im Rahmen einer Umschuldung besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Ablöse des bestehenden Kreditvertrags. Doch muss das Kreditinstitut auch hierüber sechs Monate im Vorfeld in Kenntnis gesetzt werden. Nur dann kann die Vorfälligkeitsentschädigung entfallen. Soll der Kredit zeitnaher abgelöst werden, sind die Banken nicht dazu bereit, auf die Entschädigung zu verzichten. Der Grund der Kündigung aus dabei aber genauso wichtig für das kreditgebende Institut. Soll die Immobilie verkauft werden, dann kann eher auf die Entschädigung verzichtet werden, wenn dieses auch nachgewiesen werden kann, als dann, wenn eine andere Bank bessere Zinsen anbietet und der Kredit aus diesem Grund abgelöst werden soll.




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