Welche Kosten sind für Forex Trading zu erwarten



Wenn man sich für ein Investment wie den Devisenhandel interessiert, dann stehen meisten die möglichen Gewinne im Vordergrund, die man mit dem Forex Trading erzielen kann. Wie bei vielen anderen Geldanlagen auch, so wird die mögliche Rendite jedoch auch beim Devisenhandel in Form von Kosten reduziert, die dem Anleger im Zuge des Handels entstehen bzw. entstehen können. Wenn es also um die Forex Trading Kosten geht, dann sind hier vor allem zwei Kostenarten zu nennen. Das ist zum einen der Spread, der als Kostenfaktor auf jeden Forex Trader zukommt. Zum anderen können auch noch Finanzierungskosten anfallen, die jedoch nur unter bestimmten Umständen berechnet werden. Ferner können auch noch Kosten entstehen, wenn der Anleger besondere Dienstleistungen oder Services beanspruchen möchte.

Forex Trading Kosten – Der Spread

Die Forex Trading Kosten, die für jeden Anleger anfallen, der sich im Zuge des Devisenhandels engagiert, werden als Spread bezeichnet. Der Spread ist eine Differenz, die sich aus zwei Kursen ergibt, die der Forex Broker für jeden Währungskurs stellt, nämlich aus dem Geldkurs und aus dem Briefkurs. Möchte man also beispielsweise Schweizer Franken (gegen Euro) kaufen, so gibt es nicht nur einen Kurs, wie zum Beispiel 1,6050 Franken, sondern der Forex Broker gibt hier zwei Kurse an. Diese könnten zum Beispiel 1,6055 und 1,6045 lauten. Der Geldkurs ist dabei immer derjenige Kurs, den der Anleger bekommt, wenn er die Franken wieder (an den Forex Broker) verkauft. Der Geldkurs ist stets der niedrige Kurs, im Beispiel also die 1,6055 Franken. Möchte der Anleger hingegen Franken kaufen, so müsste er den höheren Briefkurs zahlen, im Beispiel 1,6045 Franken. Der Spread würde in diesem Fall bei zehn Pips liegen, die für den Anleger die Kostenseite wären, während der Broker den Spread natürlich als Einnahme verbuchen kann.

Forex Trading Kosten – Die Finanzierungskosten

Die Finanzierungskosten entstehen als weitere Forex Trading Kosten immer dann, wenn der Anleger eine Währungsposition (nicht Euro) über einen Zeitraum von mehr als einem Tag bzw. genauer gesagt über Nacht im Bestand hat. In diesem Fall stellt der Forex Broker dem Anleger das geliehene Kapital in Euro (Hebel) nämlich mehr als einen Tag zur Verfügung, wofür er Zinsen verlangt, wie es im Grunde bei jeder Überlassung von Kapital üblich ist. Die Finanzierungskosten entstehen also nur bei einer Long-Position in einer fremden Währung. Die Höhe des Zinssatzes richtet sich im Normalfall nach dem LIBOR oder EURIBOR plus einem Zinsaufschlag von 2-3 Prozent. Insofern kann der Anleger kalkulieren, dass er zum Beispiel für eine Währungsposition von umgerechnet 10.000 Euro einen aufs Jahr gerechneten Zinssatz von derzeit (Anfang 2011) etwa vier Prozent zahlen muss. Auf einen Tag gerechnet wären das Kosten von etwa 1,11 Euro. Das klingt zwar auf die Summe von 10.000 Euro gerechnet nicht viel, aber man darf dabei nicht vergessen, dass man von den 10.000 bei einem Hebel von beispielsweise 100:1 nur 100 Euro eigenes Kapital eingesetzt hat. Und 1,11 Euro pro Tag auf 100 Euro gerechnet ist dann natürlich schon ein nicht unerheblicher Kostenfaktor.




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