Sicherheitsleistungen beim Forex Trading



Ein wesentliches Merkmal des Forex Tradings ist, dass der Forex Broker dem Anleger Geld leiht, damit dieser überhaupt mit den geforderten hohen Summen am Devisenhandel teilnehmen kann. Die Mindesthandelssummen bewegen sich am Devisenmarkt nämlich meistens bei etwa 10.000 Euro. Der Anleger muss also nur eine geringe Sicherheitsleistung auf seinem Handelskonto hinterlegen, welche auch als Margin bezeichnet wird. Das Forexhandel Margin dient im Grunde dazu, dass der Broker eine Sicherheit hat, dass der Anleger auch wirklich über Kapital zum Handeln verfügt. Von der Höhe her bewegt sich das Margin je nach Währung und je nach Forex Broker meistens im Bereich zwischen 0,25 und 5,00 Prozent. Wird also beispielsweise ein Margin von zwei Prozent gefordert, so kann die vom Anleger erworbene Währung bis zu zwei Prozent im Kurs verlieren, bevor der Anleger theoretisch mehr Geld verlieren würde als er eingesetzt hat.

Der Margin Call vom Forexbroker

Dass der Anleger mehr als das eingesetzte Kapital verlieren kann, gibt es allerdings in der Praxis heute faktisch nicht mehr. Denn bevor der Kursverlust prozentual das vorhandene Margin überschreitet, versendet der Forex Broker an den Anleger einen so genannten Margin Call. Dabei handelt es sich um ein Alarmsignal, welches darauf hinweisen soll, dass die offene Devisenposition in Kürze vom Broker geschlossen wird, da der Verlust droht höher zu werden, als das eingesetzte Kapital ist. Und da es heute üblich ist, dass die Forex Broker dem Anleger garantieren, dass diese nicht mehr als das investierte Kapital verlieren können, muss die Position geschlossen werden, um höhere Verluste zu vermeiden. Früher gab es noch eine Nachschusspflicht, sodass der Anleger sein Konto „auffüllen“ musste, wenn die Kursverluste das Margin überstiegen hatten.

Wie reagiert man auf einen Margin Call vom Forexbroker?

Dem Anleger bleiben nach einem erhaltenen Margin Call zwei Möglichkeiten, wie er auf den Alarmruf reagieren kann. Falls der Anleger nicht rechtzeitig auf den Margin Call reagiert oder nicht reagieren möchte, so wird die Position vom Forex Broker geschlossen. Das hat allerdings zur Folge, dass der Anleger sein gesamtes eingesetztes Kapital in Form des Margins verlieren würde, also ein Totalverlust für diese Währungsposition entstehen würde. Falls der Anleger hingegen auf den Margin Call reagieren möchte, so kann er das vorhandene Margin erhöhen, damit die zwischenzeitlich entstandenen Verluste wieder gedeckt sind. Entwickelt sich der Währungskurs allerdings weiterhin negativ, so kann es schnell zum nächsten Margin Call des Forexbrokers kommen, da auch das erhöhte Margin nicht mehr ausreicht. Es kann also richtig oder falsch sein, dass Margin zu erhöhen, das ist (leider) eben in der Praxis das Risiko des Devisenhandels bzw. konkret des Nachschusses der Sicherheitsleistung.




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