Finanzierung einer Yacht



Die Frage eine Yachtfinanzierung oder lieber eines Leasingvertrages kann auf den ersten Blick ähnlich beantwortet werden wie die beim privaten Leasing oder der Finanzierung eines Kraftfahrzeugs. Mit dem gewerblichen Leasing von Kraftfahrzeugen ist ein Yachtleasing hingegen nicht zu vergleichen, denn bei Letzterem spielen steuerliche Aspekte praktisch keine Rolle, es sei denn, die Yacht wird gewerblich zur Passagierbeförderung genutzt. Nähere Aspekte und Angebote sind unter Finanzierung einer Yacht zu finden.

Leasing der Yacht

Das Privatleasing der Yacht finanziert nur die Nutzung, nicht die Anschaffung des Bootes. Das ist für Nutzer interessant, die - ähnlich wie beim privaten Kfz-Leasing - öfter nach neuen Modellen Ausschau halten und den Wechsel in relativ geringen Abständen (etwa drei bis fünf Jahre) anstreben. Der hohe Anschaffungswert entfällt, es bleibt Liquidität für andere Annehmlichkeiten wie ein Haus, den Urlaub oder ein neues Kraftfahrzeug frei. Der Hintergedanke, dass die Yachtnutzung nur auf Zeit erfolgt, hält die Leasingnehmer und Kapitäne frei für neue Optionen, zum Beispiel eine größere oder auch kleinere Yacht. Wie beim Kfz-Leasing wird zu Beginn des Leasingvertrages ein Restwert festgelegt. Die Mehrwertsteuerzahlung entfällt beim Leasing, es bleibt die relativ überschaubare Monatsrate für die Nutzung des Bootes. Zum Ende des Leasingvertrages steht es dem Leasingnehmer natürlich frei, den Restwert der Yacht abzulösen und das Boot damit zu übernehmen. Vielleicht hat sich sogar ein Kaufinteressent gefunden, der nach einiger Zeit die Yacht zu einem nicht zu kleinen Preis erwerben möchte. Diese Optionen stehen offen. Der Leasingnehmer zahlt während der Nutzungsdauer praktisch nur für den (relativ geringen) Wertverlust der Yacht, der auf längere Zeiträume als beispielsweise bei einem Kraftfahrzeug berechnet wird. Die Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Zahlung nur für die tatsächliche Nutzung

  • Schonung von Liquidität

  • Leasingraten sind bei gewerblicher Nutzung steuerlich absetzbar

  • Im Gewerbe ist Leasing bilanzneutral, es finanziert sich aus Chartererlösen.

  • Ein Raten-Ausfallschutzprogramm versichert auch das Leasing.

Bei intensiver gewerblicher Nutzung ist Leasing eindeutig vorzuziehen, bei überwiegend privater Nutzung ist es mehr oder weniger eine Geschmacksfrage.

Finanzierung der Yacht

Wer ein Boot wirklich besitzen möchte, weil er sich "verliebt" hat, weil langfristig gedacht wird und der Käufer rein typbedingt kein Wechsler ist, sollte vielleicht doch finanzieren. Das hängt auch von der finanziellen Gesamtsituation und der angedachten Nutzung ab. Die Yachtfinanzierung kann mittels Ballonkredit ebenfalls so gestaltet werden, das die anfänglichen Monatsraten niedrig ausfallen. Durch die Finanzierung muss der Erwerber keine Sparrücklagen angreifen. Der Zinssatz bleibt fest (bei kleineren Yachten in der Regel über 84 Monate), die Anfangs- und Schlussraten kann der künftige Besitzer relativ frei wählen. Für die finanzierende Bank stellt die Yacht selbst eine hinreichende Sicherheit dar, sie geht während der Kreditlaufzeit akzessorisch auf den Kapitän über. Sollte der Kaufpreis eine gewisse Dimension erreichen - regelmäßig ab rund 250.000 Euro - und sollte gleichzeitig die Yacht neu oder sehr jung sein, verlängern die Finanzierer die Laufzeit bei festem Zinssatz auf bis zu 180 Monate. Solche Angebote müssen speziell angefragt werden. Die Vorteile der Finanzierung auf einen Blick:

  • Die Yacht wird zum Eigentum.

  • Die meisten Finanzierer ermöglichen Sondertilgungen.

  • Yachtfinanzierungen konstruieren Spezialfinanzierer objekttypisch.

  • Eine sehr lange Festzinsfestschreibung verschafft Finanzierungssicherheit auch bei hochwertigen Yachten.







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