Wie ist der Abreitgeberzuschuss bei der privaten Krankenversicherung geregelt?



Wie es auch bei den gesetzlich Versicherten der Fall ist, kann der Arbeitgeberzuschuss den eigenen Beitrag zu der Krankenversicherung mindern. Der Grund hierfür liegt ganz eindeutig darin, dass ein gesunder Arbeitnehmer dem Arbeitgeber deutlich mehr bringen kann, als dann, wenn er dieses nicht ist.

Die Angestellten, die sich von der Gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien können, weil ihr Arbeitseinkommen höher als die Beitragsbemessungsgrenze liegt, können genauso eine Hälfte zu den Ausgaben für die Versicherung beziehen. Es muss aber gewährleistet sein, und dieses ist die wichtigste Voraussetzung, dass der Zuschuss auch bezogen werden kann, dass der Angestellte zumindest im Basistarif eine Leistung im stationären und auch im ambulanten Bereich beziehen würde, wenn eine Leistung erforderlich ist. Als Berechnungsgrundlage werden auch hier die Beiträge, wie sie in der GKV gelten zu Rate gezogen.

Ein Angestellter der in der GKV versichert ist zahlt monatlich 15,5 Prozent in die Krankenversicherung ein. Der Arbeitgeber zahlt davon 7,3 Prozent und der Arbeitnehmer den Restbetrag selber, direkt von seinem Lohn. Auch bei der Privaten Krankenversicherung wird zugrunde gelegt, dass der Arbeitgeber sich zu 7,3 Prozent an der Zahlung beteiligt.

Die Höhe aber wird bei der PKV nicht, wie bei der GKV an dem Einkommen bemessen, sondern an dem Risiko, welches der Versicherungsnehmer mit sich bringt. Für die Höhe des Arbeitgeberzuschusses wird dieses allerdings nicht berücksichtigt. Es werden die Beiträge die bis zu der Beitragsbemessungsgrenze anfallen würden vom Arbeitgeber auch getragen. Diese Grenze liegt aktuell bei 3712,50€ im Monat. Der Arbeitgeberzuschuss kann also maximal 7,3 Prozent von 3712,50€ = 271,01€ betragen.

Ob dieser Betrag dann auch tatsächlich von dem Arbeitgeber zu der Krankenversicherung gezahlt wird, ist abhängig von den wahren Ausgaben der Versicherung. Liegen diese nicht doppelt so hoch, so muss der Arbeitgeber auch nur einen Prozentsatz zu diesem Betrag an den Privatversicherten zahlen. Beträge darüber hinaus können als freiwillige Beträge von dem Arbeitgeber aber auch gezahlt werden, solange sie nicht die Hälfte des Beitrags zu der Krankenversicherung übersteigen.

Stand des Textes: Januar 2011




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