Was bedeutet die PKV Gesundheitsprüfung beim Versicherungsantrag?



Für die Ermittlung des Versicherungsbeitrags bei der Privaten Krankenversicherung ist der Gesundheitszustand zum Eintritt eines der wichtigsten Dinge, die berücksichtigt werden müssen. Denn nur so lassen sich die Risiken genau erkennen und die Versicherung kann mit dem Beitrag so die Risiken am Besten absichern.

Die Gesundheitsprüfung erfolgt in den meisten Fällen mit einem Gesundheitsfragebogen, den der Versicherungsnehmer mit dem Antrag zum Versicherungsschutz ausfüllen muss. Nur dann, wenn dieser Fragebogen Zweifel offenbart oder aber das Risiko als sehr hoch eingestuft wird, kann es die Versicherung fordern, dass zudem der behandelnde Arzt von der Schweigepflicht entbunden wird. Aber nur dann, wenn der Versicherungsnehmer diesem auch zustimmt.

Der Gesundheitsfragebogen ist wahrheitsgemäß zu beantworten. Dieses ergibt sich eigentlich von selbst, aber sehr oft möchten Versicherungsnehmer das eine oder andere gerne verschweigen, da sie sich so einen geringen Versicherungsbeitrag erhoffen. Dieses kann auch passieren, wenn der Raucher vergisst anzugeben, dass er raucht. Sollte sich dann aber in späteren Jahren eine Erkrankung einstellen, die auf das Rauchen zurückzuführen ist, dann wird die Versicherung eine Leistung verweigern und der Versicherungsnehmer wird nicht nur diese Kosten tragen müssen, sondern auch in vielen Fällen von dem Versicherungsunternehmen noch zusätzlich belangt werden.

Nach der Gesundheitsprüfung kann die Versicherungsgesellschaft dann entscheiden, zu welchen Konditionen sie die Person aufnimmt. Es kann auch passieren, wenn es sich nicht um eine Private Krankenversicherung im Basistarif handelt, dass die Versicherung einen Versicherungsschutz wegen eines zu hohen Risikos komplett ablehnt. Zudem kann auch ein Risikozuschlag verlangt werden, oder aber ein Leistungsausschluss vereinbart werden, wenn das Risiko in bestimmten Dingen als zu hoch gilt, als das es unter normalen Umständen versichert wäre. Allerdings gelten diese Regelungen nur für maximal eine Dauer von drei Jahren, danach kann eine neue Gesundheitsprüfung von dem Versicherungsnehmer beantragt werden. Sollte sich dann herausstellen, dass das Risiko in dieser Sache nun nicht mehr besteht, etwa weil eine Vorerkrankung schon mehr als 5 Jahre zurückliegt, dann wird der Risikozuschlag in der Zukunft nicht mehr fällig werden.

Versicherungsnehmer, die sich nur im Basistarif versichern lassen wollen, müssen den Gesundheitsfragebogen nicht ausfüllen. Hier besteht Versicherungspflicht seitens der Anbieter für alle Personen, die sich versichern lassen möchten.




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