PKV bei Arbeitslosigkeit - Private Krankenversicherung im Fall eines Jobverlustes



Mit der Gesundheitsreform kam auch eine Neuerung für die arbeitslosen Menschen, die privat versichert waren bevor sie eingetreten ist. War es vorher noch möglich, dass der Versicherungsschutz wegen der Arbeitslosigkeit von privaten zum gesetzlichen Verischerungsschutz wechseln konnte, ist dieses heute nicht mehr möglich. Die Kosten für die gesetzlich Versicherten aber werden von der Agentur für Arbeit dann übernommen, wenn ALG I oder ALG II bezogen wird. Der Privatversicherte konnte sich damals einfach die Zeiten, in denen er arbeitslos war, dann über die Anwartschaft wieder übertragen lassen. Es bestand zwar die Absicherung in der GKV ohne weitere eigene Kosten, die Vergünstigungen und die Beiträge und die Altersrückstellung konnte dann aber, wenn die Arbeitslosigkeit beendet war, wieder bezogen werden.

Da der Wechsel der Versicherung jetzt nicht mehr möglich ist, müssen die Versicherten der Privaten Krankenversicherung in dieser bleiben und müssen auch die hohen Beiträge weiterhin zahlen, auch dann, wenn kein ausreichendes Einkommen mehr bezogen wird. Es kann aber ein Zuschuss von der Agentur für Arbeit bezogen werden, der einen Teil der Kosten decken kann. Für die Bezieher von ALG I wird das Arbeitsamt einen Betrag zahlen, der sich an dem bemisst, welches auch für die gesetzlich Versicherten ausgegeben werden würde. Der Restbetrag muss selbstständig getragen werden.

Bei den ALG II-Beziehern kann es für die Versicherten zu einem weiteren Vorteil kommen, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Beitrag zu der PKV eine Hilfsbedürftigkeit nach dem SGB mit sich bringen würde. Dafür muss der Versicherungsnehmer aber in den Basistarif der Krankenkasse wechseln, auch dann, wenn der hier zu zahlende Beitrag höher ist, als der, der vorher bestand. Die Versicherungen werden die Beitragshöhe von 575€ auf die Hälfte reduzieren, und von dieser Hälfte werden dann die Agenturen für Arbeit noch einmal einen Betrag in Höhe von 144€ zahlen. Der Betrag ist der, der auch für die gesetzlich Versicherten ausgegeben werden würde. Der Versicherte muss somit nur noch einen Beitrag von knapp 100€ selber zahlen, was aber in Anbetracht der Einnahmen immer noch sehr hoch sein wird.

Stand des Textes: Januar 2011




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