Wie setzen sich die Beiträge zur PKV zusammen und welche Faktoren beeinflussen die Höhe des Beitrags?



Bei der Privaten Krankenversicherung werden die Beiträge nicht, wie bei den Gesetzlichen Versicherungen, an dem Einkommen bemessen, sondern an dem individuellen Risiko des Versicherten. Versicherungsnehmer werden in Risikogruppen eingeteilt. Der Grund liegt darin, dass die Versicherung hier einen Topf für jede einzelne Versicherungsgruppe vorsieht, aus dem die Leistungen dann auch bezahlt werden und nicht, dass die Beiträge von allen für alle gelten.

So lassen sich die Beiträge dann nur an dem individuellen Risiko ermitteln. Dazu werden viele Dinge zurate gezogen, die das Risiko vergrößern, aber auch verringern können. So spielt das Geschlecht eine Rolle, das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand zum Versicherungsbeginn. Junge Menschen zahlen daher für die PKV weniger, als etwas ältere Menschen und Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen zahlen mehr als gesunde Menschen, die dazu auch nicht rauchen und sich keinen großen Risiken aussetzen.

Dennoch werden auch gerade die jungen Menschen höhere Beiträge zahlen müssen, als es ihr Risiko eigentlich mit sich bringt. Schon in frühen Jahren kann so der Grundstein gelegt werden, dass die Beiträge im Alter, wenn auch das Risiko einer Erkrankung und einer Zahlung durch die Versicherung ansteigt, nicht zu sehr in die Höhe steigen. So werden schon früh Altersrückstellungen gebildet, die diese Kosten dann auffangen können.
Besonders wichtig ist die Gesundheitsprüfung, damit der Beitrag ermittelt werden kann. Bestehende Erkrankungen der letzten fünf bis zehn Jahre müssen angegeben werden, auch wenn sie noch so gering erscheinen.

Bei neuen Erkrankungen, die nach dem Versicherungsbeginn eintreten, haftet die Versicherung, sodass hier die Kosten für die Behandlungen dann nicht zu einer Beitragssteigerung führen werden. Viele Versicherungsgesellschaften bieten den Versicherten im Zusammenhang mit den Beiträgen eine Selbstbeteiligung an, sodass die Beiträge gesenkt werden können.

Erst wenn der jährliche Selbstbehalt ausgeschöpft ist, wird die Versicherungsgesellschaft mit der Leistung beginnen. Auch bieten Versicherungen an, dass die Versicherungsnehmer, die in einem Jahr nur wenig oder gar keine Leistungen in Anspruch genommen haben, belohnt werden. Eine Beitragsrückerstattung kann so, manchmal auch von bis zu sechs Monatsbeiträgen, bezogen werden.




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