Welche Möglichkeiten gibt es von der privaten und die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln?



Nach einem Versicherungsschutz in der Privaten Krankenversicherung wieder in die Gesetzliche Kasse zurückzukommen, kann durchaus manchmal auch der Fall sein. Ein einfaches Beispiel hierfür ist, wenn sich der Berufsstatus ändert. Ein früher Selbstständiger wird dann, wenn er wieder zu einem Angestellten wird, automatisch auch wieder ein Mitglied der GKV. Nur dann, wenn das Einkommen aus dieser Tätigkeit oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, kann der Angestellte auch in der Zukunft Mitglied der PKV bleiben.

Ein weiterer Grund, dass die Versicherung in die Gesetzliche umgewandelt werden muss, ist dann zu sehen, wenn der Angestellte Arbeitnehmer unterhalb der Versicherungspflichtgrenze mit seinem Arbeitseinkommen liegt. Aktuell liegt diese Grenze bei 49.500€ im Jahr. Nur die Angestellten, die pro Jahr höhere Bruttoeinkünfte haben, als diesen Betrag, können sich entscheiden, in die PKV zu wechseln. Sollte es dann aber passieren, dass der jährliche Betrag nicht erreicht wird, oder aber, dass eine Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze eintritt, dann kann der Betroffene einen Widerspruch einreichen und bleibt somit in der Privaten Krankenversicherung versichert. Beachtet werden muss aber, dass dieser Vorgang nicht rückgängig gemacht werden kann. Die Befreiung der Versicherungspflicht bleibt ein Leben lang bestehen, sodass zu keiner Zeit mehr es möglich wird, dass die Person in die GKV wechseln kann.

Grundsätzlich gilt es, dass die Menschen, die älter als 55 Jahre sind, auch dann nicht, wenn sie alle Vorgaben erfüllen, wieder versicherungspflichtig werden und bei der PKV bleiben müssen.
Problematischer sieht es dann aus, wenn der Versicherte der PKV nicht versicherungspflichtig wird, sondern sich freiwillig bei der GKV versichern lassen möchte. Hier sehen die Versicherungsgesellschaften es oftmals nicht gerne, dass zu der Konkurrenz gewechselt wird, sodass sie dem Versicherungsnehmer oftmals Steine in den Weg legen. Zum Glück sind mit der Gesundheitsreform hier Vorgaben geschaffen worden, die der Versicherungsnehmer für sich nutzen kann, sodass Übertragen der Altersrückstellung auch auf den neuen Versicherungsanbieter.

Stand des Textes: Januar 2011




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