Was steckt hinter der Versicherungspflichtgrenze und wie beeinflusst diese den Wechsel in die PKV?



Die Versicherungspflichtgrenze ist eine sehr wichtige Größe innerhalb der Privaten Krankenversicherung. Sie regelt, welche Angestellten von der Versicherungspflicht in der GKV befreit sind. Momentan liegt diese Grenze bei 49.500€ im Jahr. Die Angestellten, deren jährliches Bruttoarbeitsentgelt höher liegt, die können somit entscheiden, ob sie sich weiterhin gesetzlich versichern lassen wollen, oder aber, ob sie die Vorteile der PKV für sich nutzen möchten.

Im Zuge der Reformen ist es seit Beginn des Jahres möglich, dass mehr Menschen auch in den Genuss der Privaten Krankenversicherung kommen. Galt früher, dass ein Angestellter dreimalig diese Grenze mit seinem Einkommen überschreiten musste, so ist es seit diesem Jahr auch den Angestellten möglich, in die PKV zu wechseln, deren Einkommen erst einmalig die Versicherungspflichtgrenze überschritten hat.

Auch sind die Grenzen ein wenig gesenkt worden, sodass noch mehr den Wechsel durchführen können. Ausschlaggebend dafür sind immer die Einkünfte, die im letzten Kalenderjahr erreicht worden sind. Für das kommende Jahr wird dann einfach davon ausgegangen, dass das Einkommen auch wieder erreicht wird. Die Versicherungspflicht erlischt dann zum Ablauf des Kalenderjahres und der Versicherungsnehmer kann den Wechsel durchführen. Ist es absehbar, dass im laufenden Kalenderjahr das Einkommen so nicht mehr erzielt werden kann, damit die Versicherungspflichtgrenze überschritten wird, dann wird automatisch dadurch wieder die gesetzliche Versicherungspflicht eintreten. Der Wechsel in die GKV erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem dieses bekannt wird.

Die Versicherungspflichtgrenze darf nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze verwechselt werden. Auch, wenn beide Beträge ungefähr identisch sind, so gilt die Beitragsbemessungsgrenze für die Höhe der Beiträge, die der Versicherungsnehmer in der GKV zahlen muss.
Angepasst wird die Versicherungspflichtgrenze jährlich durch den Staat. Der Vorteil liegt darin, dass sie sich so genauer an dem aktuell erzielten Einkommen anpassen kann. Ist es erkennbar, so wie im vergangenen Jahr, dass das Einkommen gesunken ist, dann wird auch die Versicherungspflichtgrenze verringert, damit die Versicherungsnehmerzahl in etwa gleich bleiben kann.

Stand des Textes: Januar 2011




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