Wie gestaltet sich die Riester Zulage im Detail?



Bei der Riester Rente unterscheidet man bei der Förderung zwischen der finanziellen Unterstützung, die in der Form von Zulagen gegeben wird und der Steuerersparnis.

Zulagen stehen allen Sparern zu, die als förderberechtigt gelten und einen gewissen Beitrag in jedem Jahr in den Riester Vertrag einzahlen. Anhand der Höhe der Beiträge wird dann auch die Höhe der Zulagen berechnet. Wer von seinem Bruttoverdienst des Vorjahres den prozentualen Höchstsatz zahlt, der wird die volle Förderung als Grundzulage bekommen. Wer entsprechend weniger zahlt, der wird auch eine prozentual abgestufte Zulage vom Staat auf seinen Vertrag erhalten. Die Grundzulage gilt für jeden, der einen Vertrag abgeschlossen hat.

Neben der Grundzulage kann auch für jedes Kind, welches zum Haushalt dazugehört, die sogenannte Kinderzulage erhalten werden. Pro Kind werden so vom Staat die Eltern mit einer zusätzlichen Förderung belohnt werden. Alle Kinder, für die auch noch Kindergeld bezogen wird, wird die Kinderzulage gewährt werden können. Bei mehr als zwei Kindern kann diese sogar noch einmal, dann ab dem dritten Kind erhöht werden. Auch für junge Kinder, die nach 2008 geboren worden sind, wird mehr Geld vom Staat als Zulage gegeben. Zu beachten ist es, dass die Kinderzulage nur einmal pro Kind bezogen werden kann. Wenn also beide Elternteile einen Riester Rentenvertrag abgeschlossen haben, kann nur einer so gefördert werden. Wenn es nicht bei dem Abschluss anders mitgeteilt wird, wird bei der Frau die Kinderzulage angerechnet.

Als besonderen Anreiz für alle jungen Sparer bieten viele Institute, bei denen die Riester Rente abzuschließen ist, einen Bonus an. Personen unter 25 Jahre können so, bei einem Neuabschluss eine einmalige Förderung in Höhe von 200€ bekommen. Diese Förderung ist nicht an andere Bedingungen, als an das Alter gebunden.

Steuern senken kann man mit der Riester Rente auch. Dieses ist aber eher für die Gutverdiener gedacht. Pro Jahr kann der aktuell gültige Absetzungsbetrag bei der Einkommenssteuer angegeben werden. Er setzt sich aus den selbst gezahlten Leistungen und der Förderung zusammen. Im Rahmen der Günstigerprüfung wird ermittelt, ob die staatliche Förderung den Versicherten besser stellt, oder aber, ob durch die Absetzung des Vorsorgeaufwands der Steuerpflichtige einen Vorteil hätte.




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