So kann man investieren



Der US-amerikanische Großinvestor Warren Buffet meinte einmal, man muss keinen IQ eines Genies haben, um erfolgreich zu investieren. Alles was man dafür benötigt, seien seiner Meinung nach einfache Mathematik, ein gewisses Know-how, auf welche Zahlen man achten muss sowie gesunden Menschenverstand. Unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten gegeneinander abzuwägen und herauszufinden, welche Anlageform am besten zur individuellen Situation und den eigenen Bedürfnissen passt, kann dennoch Sinn machen.

Die Vor- und Nachteile verschiedener Investitionsmöglichkeiten



Gold
Eine Möglichkeit ist, dass Anleger Gold in seiner physischen Form kaufen. Dann erhält man es als Barren, Münzen oder Schmuck. Eine andere Möglichkeit besteht darin, es in Form von Wertpapieren zu erhalten. Dann handelt es sich um Zertifikate, Goldfonds oder Gold-ETCs. Eine Investition in Gold kann sich für all jene als attraktiv erweisen, denen das Risiko stark schwankender Anlagen zu hoch ist. Das Edelmetall gilt als physischer Vermögenswert, der ebenso in politisch unsicheren Zeiten als relativ stabil gilt, weil er in der Vergangenheit nie vollständig an Wert verloren hat. Der Grund dafür liegt darin, dass es sich bei dem Edelmetall um einen in der Natur begrenzt vorkommenden Rohstoff handelt, was ihn entsprechend wertvoller macht. Wie die Entwicklung zeigt, korreliert Gold weniger stark mit der allgemeinen wirtschafts-politischen Lage als das beispielsweise Aktienkursverläufe tun. Grundsätzlich gilt: Vor der Investition in Gold sollte man die Preisentwicklung langfristig beobachten und zu einem niedrigen Preis einkaufen. Das erhöht den Gewinn, wenn man dann zu einem hohen Preis wieder verkauft. Wie jede Anlageform bringt die Investition in Gold sowohl Vor-, als auch Nachteile mit sich. Hier die Wichtigsten im Überblick:

VorteileNachteile
+Das Edelmetall weist ein begrenztes natürliches Vorkommen auf und ist insofern besonders wertvoll.-Der Goldkurs wird in Dollar ausgegeben. Das hat zur Folge, dass die Wertentwicklung des Edelmetalls vom Goldpreis UND dem Dollarkurs abhängt.
+Die Entwicklung des Goldpreises scheint unabhängiger von der allgemeinen wirtschafts-politischen Situation zu sein.-Wer Gold in einem Schließfach sicher verwahren möchte, muss dafür zusätzliche Kosten einkalkulieren.
+Gold ist von der Umsatz- und Abgeltungssteuer befreit.
+Die Anlage ist relativ leicht zu verstehen. Auf lange Sicht betrachtet genügt es, Gold in Form von Barren oder Münzen als Wertanlage sicher zu verwahren und gelegentlich den Goldpreis im Blick zu haben. Das ist weniger abstrakt als beispielsweise die Kursschwankungen einer Aktie an der Börse.


Fonds
Für diese Anlageform benötigt man zunächst ein Depot, mit dem man dann unterschiedliche Fonds kaufen kann. Je nach Risikobereitschaft und gewünschter Anlagedauer kann dabei die Wahl auf unterschiedliche Fonds-Typen fallen. Die bekanntesten sind Aktien-, Renten- und Mischfonds. Daneben gilt es folgende weitere Aspekte zu berücksichtigen:

VorteileNachteile
+Investmentfonds werden von Vermögensbeauftragten verwaltet, die Kapital in ausgesuchte aussichtsreiche Wertpapiere investieren. Man kann sich daher auf das Wissen von Fachleuten verlassen.-Beim Kauf von Fondsanteile fallen teilweise sehr hohe Ausgabeaufschläge an (5 Prozent und mehr).
+Mit der Investition in mehrere Dutzend Aktien geht eine Streuung des Risikos einher. Selbst wenn eine Aktie an Wert verliert, wirkt sich das nur geringfügig auf das gesamte Vermögen aus.-Fonds unterliegen der Abgeltungssteuer.
+Bei Fonds handelt es sich um Sondervermögen. Dieses wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft treuhänderisch verwaltet. Selbst wenn diese Konkurs anmelden müsste, ist das angelegte Geld geschützt.-Es braucht lange Genehmigungsverfahren, um einen neuen Fonds zu starten. Insofern ist man weniger flexibel, schnell auf neue Trends zu reagieren.
+Fondsanteile kann man jederzeit kaufen und verkaufen, die Anteilspreise sind online leicht einzusehen.


Aktien
Aktuell liegt der Leitzins im Euroland bei 0,00 Prozent. Anlageformen wie beispielsweise das Sparbuch scheinen in diesem Zusammenhang keine besonders lukrative Anlageform zu sein. Aktien können da eine Alternative zu Zinseinlagen sein. Anleger investieren zunehmend in Aktien, um damit von hohen Renditen profitieren zu können. Aktuelle Rekordstände sowie Studien belegen, dass es tatsächlich kaum eine Anlageform gibt, die ähnlich hohe Renditen einfahren kann. Tatsächlich bringen Aktien immer aber auch ein gewisses Risiko mit sich, denn niemand kann im Voraus sagen, wie sich der Kursverlauf verhält. Insbesondere Neueinsteiger sollten sich ein gewisses Know-how aneignen und sich fachmännisch beraten lassen, bevor sie mit Aktien an der Börse handeln. Ein sorgsames Abwägen aller Vor- und Nachteile kann außerdem Klarheit darüber bringen, ob die Investition in eine Aktie die passende Anlageform ist.

VorteileNachteile
+Bei einer langfristig positiven Kursentwicklung einer Aktie, steigt die Nachfrage nach dieser. Eine steigende Nachfrage geht weiterhin mit einem steigenden Kurs einher. -Anders als zum Beispiel das Tagesgeldkonto oder das Sparbuch gibt es bei der Investition in Aktien keine feste Rendite. Sie ist abhängig von der jeweiligen Kursentwicklung sowie der Ausschüttung der Dividende. Insofern hängt der Gewinn immer mit dem Erfolg des Unternehmens zusammen.
+Aktien sind an der Börse flexibel handelbar: Zu den offiziellen Börsenöffnungszeiten kann man sie jederzeit kaufen und verkaufen. So ist es möglich, auf Kursschwankungen kurzfristig zu reagieren. -Bei fallenden Kursen muss man Verluste hinnehmen. Im schlimmsten Fall kann ein Unternehmen bankrottgehen, was mit einem Totalverlust verbunden ist.
+Von vielen Aktiengesellschaften erhalten Anteilseigner eine Dividende. Das heißt, dass Aktionäre an den Gewinnen eines Unternehmens beteiligt werden. Je mehr Aktien man an einem Unternehmen hat, desto höher fällt entsprechend die Beteiligung am Gewinn aus.-Laut der Abgeltungssteuer sind Kursgewinne steuerpflichtig.
+Da der Leitzins aktuell bei 0,00 Prozent liegt, kann man mit einer Aktie einen höheren Gewinn einfahren als mit einer Zinsanlage.
+Wer über eine Stammaktie eines Unternehmens verfügt, hat damit sogar ein Stimmrecht bei der Hauptversammlung.


Immobilien
Ein entscheidender Vorteil bei einer Investition in eine Immobilie liegt darin, dass man in einen Sachwert investiert, der vor einer Inflation geschützt ist. Wer allerdings in eine Immobilie investiert, bindet sich damit langfristig. In diesem Zusammenhang gilt es alle Vor- und Nachteile sorgsam gegeneinander abzuwägen.

VorteileNachteile
+Wer eine Immobilie besitzt und diese gewinnbringend vermietet, kann über zusätzliche Einkünfte verfügen. -Nicht jede Immobilie lässt sich gewinnbringend vermieten. Die Suche nach einem geeigneten Objekt kann daher sehr zeitintensiv sein.
+Mit Immobilien lassen sich Steuern sparen. Neubau- oder Bestandsobjekte kann man mit zwei Prozent linear abschreiben.-Das Kapital ist langfristig in der Immobilie gebunden. Man kann nicht flexibel darüber verfügen. Kurzfristige Verkäufe können steuerliche Nachteile mit sich bringen. Wenn man die Immobilie beispielsweise verkauft, bevor sie 10 Jahre im eigenen Besitz war, muss man den Veräußerungsgewinn versteuern.
+Insbesondere in Ballungszentren steigt die Nachfrage nach geeignetem Wohnraum. Insofern kann man bei der Investition in eine Immobilie mit einer deutlichen Wertsteigerung rechnen. -Als Eigentümer hat man sich immer um die Modernisierung sowie Instandsetzung des Objektes zu kümmern. Dafür fallen immer wieder Kosten an.
+Auch wenn die Immobilie vorerst angeschafft wurde, um sie zu vermieten, können Eigentümer sie zu einem späteren Zeitpunkt selbst bewohnen. Das ermöglicht beispielsweise ein mietfreies Wohnen in der Rentenzeit. -Die Verwaltung der Immobilie (zum Beispiel das Abrechnen der Mieten und Nebenkosten oder das Finden von Nachmietern) erfordert einen gewissen Zeitaufwand.







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