Lohnt ein Sparbrief als Geldanlage?



Der Sparbrief ist ein festverzinstes Geldanlageprodukt. Zu vergleichen ist es in etwa mit dem Festgeldkonto. Der Anleger bekommt einen garantierten Zinssatz während der Laufzeit zugesprochen, muss sich aber an die Laufzeit halten, sodass eine vorzeitige Kündigung nicht gut durchzusetzen ist.

Entscheidet sich ein Geldanleger für einen Sparbrief, so entscheidet er sich für eine sichere Geldanlage. Er wird von den Kreditinstituten angeboten, somit kann er nicht, wie viele fälschlich meinen, an der Börse gehandelt werden. Es handelt sich um einen ganz normalen Vertrag, der zwischen dem Kreditinstitut und dem Anleger geschlossen worden. Sicher ist der Sparbrief, weil die Zinsen bei dem Abschluss bekannt sind und auch die ganze Zeit konstant bleiben werden. Die Höhe der Zinsen ist für jeden Sparbrief sehr individuell. Daher lohnt es sich, vor dem Abschluss einen Vergleich der Konditionen der einzelnen Anbieter zu machen. Je nachdem, welcher Betrag als Geldanlage dienen soll und wie lange das Geld angelegt werden soll, sind große Unterschiede am Markt zu finden. Die Laufzeiten kann der Anleger selber bestimmen, in der Regel bieten die Banken sie zwischen einem Jahr und zwölf Jahren an. Auch muss beachtet werden, dass viele Kreditinstitute eine Mindestanlagesumme vorsehen, damit das Produkt genutzt werden kann. Diese kann, ist aber von Bank zu Bank unterschiedlich, auch im vierstelligen Bereich liegen.

Man unterscheidet drei Arten von Sparbriefen in Hinblick auf den Zeitpunkt der Zinsgutschriften. Der „normale“ Sparbrief wird ein oder auch zweimal im Jahr verzinst. Die Zinsen können nach jeder Abrechnungsperiode direkt an den Anleger ausgezahlt werden. Eine andere Variante ist der abgezinste Sparbrief. Der Anleger zahlt die Geldanlage ein, von der aber schon die anfallenden Zinsen und Zinseszinsen zum Abzug gebracht worden sind. Es wird vorher der Betrag ermittelt, der mit dem Gewinn erreicht werden kann, was dem Anleger also ausgezahlt werden kann. Von diesem Nominalbetrag wird dann aber nur der Teil als Kapital in die Anlage eingebracht werden müssen, der ohne Zinsen ist. Das genaue Gegenteil davon ist der aufgezinste Sparbrief. Die Zinsgutschriften werden als zusätzliche Geldanlage in der nächsten Runde der Verzinsung auch mit verzinst. So kann der Anleger Zinsen plus Zinseszinsen aus seiner Geldanlage schöpfen.




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