Hunde und Katzen mit einer Krankenversicherung absichern



Dass die Bürger sich hierzulande, und auch in den meisten anderen Ländern der Welt krankenversichern, ist schon sehr viele Jahrzehnte keine Besonderheit. Aber auch unsere vierbeinigen Freunde können bereits seit einiger Zeit krankenversichert werden, und zwar in Form einer Tierkrankenversicherung. Da es sich dabei stets um eine private Krankenversicherung handelt, fällt auch die Tierkrankenversicherung in den großen Bereich der PKV. Unsere Haustiere sind also im Zuge der Tierkrankenversicherung stets Privatpatienten. Beim weitaus größten Teil aller Haustiere in Deutschland handelt es sich um Hunde und Katzen, und aus diesem Grund wird die Tierkrankenversicherung auch hauptsächlich in zwei Varianten angeboten, nämlich in Form der Hundekrankenversicherung und in Form der Katzenkrankenversicherung. Beide Arten der Tierkrankenversicherung unterscheiden sich dabei im Grunde nur durch die Art des versicherten Tieres, ansonsten sind die Leistungen vom Prinzip her identisch. Wenn also im Folgenden von der Tierkrankenversicherung im Allgemeinen die Rede ist, dann treffen nahezu alle Aussagen sowohl für die spezielle Hunde- als auch für die Katzenkrankenversicherung zu.

Die Hunde- bzw. Katzen-OP-Kostenversicherung

Die Tierkrankenversicherung bzw. die Hunde- und Katzenkrankenversicherung wird heute in zwei verschiedenen Versionen angeboten, und zwar einerseits als OP-Kostenversicherung und andererseits als eine Vollkostenversicherung. Den Unterschied zwischen den beiden Krankenversicherungsvarianten kann man bereits am Namen erkennen. Die OP-Kostenversicherung erstattet meistens alle Kosten, die im direkten Zusammenhang mit einer Operation stehen, die beim Hund oder bei der Katze aus medizinischen Gründen notwendig ist. Meistens gibt es diesbezüglich keine betragsmäßigen Beschränkungen. Es werden zudem nicht nur die direkten Kosten für die Operation erstattet, sondern normalerweise auch die Kosten für die Voruntersuchung und für die OP-Nachsorge. Generell ist es so, dass eine Operation natürlich beim Haustier genau wie beim Menschen den größten möglichen Kostenfaktor im medizinischen Behandlungsbereich darstellt. Insofern lassen sich mit dieser Hunde- oder Katzen-OP-Kostenversicherung die größeren Summen, die aufgrund einer Behandlung des Tieres anfallen können, sicherlich gut abdecken. Je nach Alter und Rasse des Tieres kann eine solche OP-Kostenversicherung als Tierkrankenversicherung zu einem monatlichen Beitrag zwischen 10 und 20 Euro erworben werden, wobei der Beitrag für Hunde meistens etwas höher als für Katzen ist.

Die Krankenvollversicherung für Hunde und Katzen

Als Erweiterung der angesprochenen OP-Kostenversicherung ist es alternativ auch möglich, für Hunde oder Katzen eine Tierkrankenversicherung als Vollkostenversicherung abzuschließen. Der Unterschied zur OP-Kostenversicherung besteht dann darin, dass alle Behandlungskosten übernommen werden, und nicht unbedingt eine Operation vorliegen muss. Darüber hinaus werden von diesen Krankenvollversicherungen meistens auch die Kosten für Vorsorgebehandlungen wie auch Impfungen übernommen. Diese Vollkostenversicherung für Haustiere ist also im Prinzip mit der „normalen“ Krankenversicherung für Herrchen und Frauchen zu vergleichen. Im weitere Unterschied zur reinen OP-Kostenversicherung erstattet diese Vollkostenversicherung allerdings meistens die anfallenden Kosten nicht in unbegrenzter Höhe, sondern es wird normalerweise ein maximaler Erstattungsbetrag pro Jahr festgelegt. Ebenfalls ist es üblich, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, um den zu zahlenden Beitrag etwas zu reduzieren. Dieser Beitrag ist ohnehin nicht ganz preiswert, denn man kann wiederum je nach Art und Alter des Tieres, sowie nach den gewünschten Leistungen/Erstattungsbeiträgen etc. davon ausgehen, dass diese Krankenvollkostenversicherung für Katze oder Hund monatlich mit rund 25 bis 40 Euro zu Buche schlagen wird.

Für wen ist eine Tierkrankenversicherung geeignet?

Sicherlich werden sich sehr viele Katzen- und Hundebesitzer die Frage stellen, ob eine Tierkrankenversicherung – entweder als OP-Kostenversicherung oder als Krankenvollversicherung – sinnvoll bzw. notwendig ist. Wie bei vielen Versicherungen auch, so kommt es hier eigentlich auf das individuelle Absicherungsbedürfnis des Tierhalters an. Sind aufgrund einer Krankheit des Tieres höhere Kosten zu übernehmen, ist man sicherlich froh, wenn man eine Tierkrankenversicherung hat. Ist das Tier, was natürlich immer zu hoffen ist, fast immer gesund und beschwerdefrei, so sieht man die Beiträge zur Tierkrankenversicherung wahrscheinlich mitunter auch als „unnötig“ an. Die OP-Kostenversicherung ist in der Beziehung häufig ein guter „Mittelweg“, denn zum einen ist der Beitrag durchaus von der Höhe her akzeptabel, und zum anderen werden die meistens höchsten Kosten abgedeckt, nämlich die einer Operation.




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